Die Liste der „UNABHÄNGIGEN“ im Personalrat der Direktion 6 hat Anfang Juli gemäß § 30 (3) PersVG Berlin den Tagesordnungspunkt „Beschlussfassung über den Initiativantrag zur sofortigen Wiedereinführung des 12-Stundenwechseldienstes bei Dir 6 K 1″ (Antrag) beim Vorstand des Personalrates eingereicht.

In der Kriminalpolizeilichen Sofortbearbeitung der Direktion 6 wurde der dort bis 2011 praktizierte 12-Stundenwechseldienst anläßlich der „Corona-Pandemie“ temporär wieder eingeführt. In einer internen Mitarbeiterarbeiterbefragung haben sich fast 100  Prozent der Belegschaft von Dir 6 K1 für die Beibehaltung des 12-Stundenwechseldienstes ausgesprochen. Darunter waren auch Kolleginnen und Kollegen, die das alte Schichtmodell noch nicht kannten.

Der Personalrat der Direktion 6 muss nunmehr in der kommenden Sitzung über diesen Antrag befinden und im Sinne der Kollegen mit der Direktionsleitung eine Lösung suchen, damit dem Anliegen der Betroffenen Rechnung getragen wird. Sollte der Initiativantrag der „UNABHÄNGIGEN“ angenommen werden, hat die Dienststellenleitung 14 Tage Zeit sich dazu zu positionieren.

Seit dem 26.06.2020 wird bei Dir 6 K1 wieder im ELZ-Arbeitszeitmodell gearbeitet. Dieses Schichtmodell, welches bereits bei der Erprobung im Funkwageneinsatzdienst grandios scheiterte, gilt als „familienfeindlich“.

Der Vorsitzende der UNABHÄNGIGEN, Mirko Prinz, dazu:

„Wir hoffen, dass die Personalräte der Polizei Berlin unserem Beispiel folgen und für die Dienstbereiche, in denen das Votum der Belegschaft ähnlich deutlich ausfällt, ebenfalls solche Initiativanträge stellen werden. Es muss endlich mit der Mär aufgeräumt werden, dass 12-Stunden-Schichten europarechtlich und arbeitsmedizinisch nicht zulässig seien! Tatsache ist, dass in etlichen Behörden der Berliner Verwaltung ebenfalls reine 12-Stunden-Schichtmodelle praktiziert werden.“