Mit der Mitarbeiterinformation des Covid-19 Krisenstabes der Polizei Berlin vom heutigen Tage wurde angekündigt, dass 24.000 Impfstoffdosen die Erst- und Zweitimpfungen von Mitarbeitenden der Polizei absichern sollen. Nach der mit dem Gesamtpersonalrat vereinbarten Strategie zur Impfpriorisierung sollen zunächst Beschäftigte mit einer hohen Zahl von Bürgerkontakten immunisiert werden. Der Berliner Polizei steht aktuell ausschließlich der Impfstoff AstraZeneca dafür bereit.

Die UNABHÄNGIGEN mahnen, Bedenken gegen den Impfstoff ernst zu nehmen. Daneben müssen mit der dienstlichen Impfung verbundene Risiken durch den Dienstherrn abgesichert werden. Im Gegensatz zu den anderen Impfstoffen mit einer Wirksamkeit von über 90 Prozent wird die Wirksamkeit des COVID-19-Vakzins AstraZeneca in der Fachinformation der Europäischen Arzneimittelagentur (European Medicines Agency, EMA) lediglich mit 60 % beschrieben.

Zum Impfstoff liegen keine Langzeitstudien vor, auch am Zulassungsverfahren gab es nicht von der Hand zu weisende Kritik. An der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen darf nicht gespart werden.

Letztendlich kann der Berufsverband UNABHÄNGIGE in der Polizei nur feststellen, dass hier ein zweitklassiger Impfstoff verabreicht werden soll, der vermutlich in der Belegschaft auf keine große Akzeptanz stoßen wird. Ungeklärt ist ebenfalls, inwiefern geimpfte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotzdem noch als Überträger des Viruses in Frage kommen. Letztendlich muss jedoch jede/r Einzelne entscheiden, ob eine Impfung für ihn in Frage kommt.